Mechatroniker Gehalt

Das Durchschnittsgehalt berechnen

Als Durchschnittsgehalt wird das übliche Gehalt einer bestimmten Berufsgruppe genommen. Unterschieden werden kann dabei in das regionale Durchschnittsgehalt oder das branchenspezifische Durchschnittsgehalt, sowie das allgemeine Durchschnittsgehalt. Allerdings sagt der Name bereits aus, dass es sich um eine Größe handelt, die nicht immer genaue Aussagen treffen kann.

So wird als allgemeines Durchschnittsgehalt eine Gehaltshöhe für eine bestimmte Berufsgruppe ermittelt. Für die Berechnung werden sämtliche gezahlten Gehälter in dieser Berufsgruppe herangezogen, dabei können massive Unterschiede zwischen Regionen, Unternehmen und Branchen entstehen. Verdient eine Sekretärin in München in einer Wachstumsbranche bei einem großen Unternehmen mit Tarifvertrag vielleicht 3.000 Euro, kann das Gehalt für die gleiche Tätigkeit bei einem kleinen Handwerksbetrieb noch unter 1.000 Euro liegen. Das Durchschnittsgehalt ist demnach eine Größe, die auf statistischen Werten beruht und somit keine genauen Aussagen treffen kann. So wird beispielsweise ein gesamtdeutsches Durchschnittsgehalt von um die 3.000 Euro angegeben. Der Großteil der Arbeitnehmer in Deutschland erhält jedoch deutlich weniger Geld. Nur sehr wenige Menschen erhalten bedeutend höhere Einkommen, sie sorgen jedoch für den vermeintlich verfälschten Wert.

Dennoch sollte das Durchschnittsgehalt auch im eigenen Beruf einmal errechnet werden. Schließlich gibt es Auskunft über die Verdienstmöglichkeiten und kann so bei Verhandlungen um ein Gehalt und einen neuen Job durchaus hilfreich sein. Wer das Durchschnittsgehalt seiner Berufsgruppe, seiner Branche und Unternehmensgröße, sowie der eigenen Region kennt, läuft nicht Gefahr, sich in den Gehaltsverhandlungen unter Wert zu verkaufen. Andererseits besteht ebenso wenig die Gefahr, unrealistische Forderungen zu stellen.

Für die Ermittlung des Durchschnittsgehalts stehen mittlerweile in der virtuellen Welt zahlreiche Rechner zur Verfügung. Es sollte sich jedoch nicht auf zu allgemeine Angaben gestützt werden. Vielmehr sollte nach der eigenen Branche, der Unternehmensgröße, der Region usw. gesucht werden, um annähernd realistische Werte zu erhalten. Zusätzlich kann auch das eigene Gehalt eingegeben werden, um die Datenbanken zu füttern und somit eine noch größere Sammlung von Daten zu ermöglichen, mit denen andere wieder einen besseren Anhaltspunkt für das Durchschnittsgehalt erhalten.

Arbeitgeber werden im Übrigen ebenfalls das Durchschnittsgehalt kennen und können so bereits einschätzen, wie gut sich der Bewerber mit dem Thema auseinander gesetzt hat, wenn er einen Gehaltswunsch angibt. Ebenso ist es in einigen Branchen üblich, bestimmte Sonderleistungen zu zahlen. Dazu zählen Weihnachts- und Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen, eine betriebliche Altersvorsorge oder auch Boni für das Erreichen bestimmter Umsatzziele. Diese Leistungen erhöhen dann das Durchschnittsgehalt, sollten in Gehaltsverhandlungen aber auch explizit angesprochen werden. Wer sich auf einen neuen Job bewirbt und findet im Inserat einen Hinweis darauf, dass die Gehaltsvorstellungen mit angegeben werden müssen, der sollte sich also erst einmal grundlegend über das in Frage kommende Durchschnittsgehalt informieren.