Der Begriff Mechatronik stellt ein Kofferwort dar, das aus verschiedenen Begriffen zusammen gesetzt wird. Dabei steht Mechatronik im eigentlichen Sinne für Mechanical Engineering-Electronic. Geprägt wurde der Begriff 1969, damals noch von einer japanischen Firma. Wie sich bereits aus den Begriffszusammensetzungen ergibt, wird klar, dass die Mechatronik viele verschiedene Bereiche abdeckt.
So war sie ursprünglich im Bereich der Feinmechanik zu finden, wurde jedoch immer weiter entwickelt und hat einen weltweiten Siegeszug gerade in den letzten Jahren gestartet. Die Mechatronik steht im direkten Zusammenhang mit der Feinwerktechnik, der Elektromechanik, und der Mikrosystemtechnik, sowie der Adaptronik. Sie kann aber genauso und etwas vereinfacht als Mix aus Mechanik, Elektronik und Informatik angesehen werden.
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Ebenfalls wird die Mechatronik in der VDI-Richtlinie 2206 definiert. Hier heißt es, dass sie das synergetische Zusammenwirken verschiedener Disziplinen darstellt, darunter der Maschinenbau, die Informationstechnik und die Elektrotechnik. Mit Hilfe der Mechatronik sollen industrielle Produkte entworfen und hergestellt werden. Ebenfalls dient sie der industriellen Prozessgestaltung. Trotz der verschiedenen Definitionen der Mechatronik gibt es bis heute keine einheitliche und allgemein anerkannte Definition für diesen speziellen Bereich.
Das mechatronische System stellt ebenfalls einen wichtigen Punkt im Bereich der Mechatronik dar. Hierbei geht es darum, ein System zu erstellen, dass die verschiedensten Aufgaben aus den drei Hauptgebieten in einem einheitlichen Gesamtsystem vereint. Dabei können mit solchen Systemen Informationen, Energie oder Stoffe umgewandelt, transportiert oder gespeichert werden. Die Mechatronik wird in diesem Zusammenhang oft auch als Ingenieurswissenschaft beschrieben.
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Ein mechatronisches System besteht dabei aus verschiedenen Funktionsgruppen. Diese weisen Bauelemente auf, die mechanisch, elektronisch und magnetisch, thermisch und optisch arbeiten. Der Bereich der Sensorik ist ebenfalls wichtig, da dieser diverse Messgrößen erfassen kann. Mit deren Hilfe wird der Zustand des Systems beschrieben. Zusätzlich kommt die Aktorik zum Einsatz, die die Regelung und Steuerung der Systeme übernimmt. Die Informatik soll die Informationen verarbeiten. Typische Beispiele für mechatronische Systeme sind dann automatisierte Getriebe oder Roboter-Systeme und Werkzeugmaschinen-Module. Ebenfalls kommen Stabilitätsprogramme für Fahrzeuge auf elektronischer Basis aus dem Bereich der Mechatronik. Elektronische Waagen werden hierbei genauso entwickelt, wie Antiblockiersysteme. Gerade im Kfz-Bereich wird die Mechatronik also recht häufig angewendet und sorgt vor allem für eine erhöhte Sicherheit der Fahrer.
Bilder: © Michael Hirschka; Rudolf Ortner, Pixelio